Die perfekte Frau 

Jeder hat wohl sein eigenes Bild
von der wahrlich perfekten Frau.
Manche lieben braune Augen
und andere ein Paar in blau.

Ist’s die Nase, süß und stupsig?
Ist es das brünette Haupt?
Oder ist’s ein kleines Lächeln,
welches rasch die Sinne raubt?

Manch ein Mann möcht‘ sich vielleicht
einem hag‘ren Weib versprechen.
Ein and’rer will ein kräft’ges Mädel,
mit großer Brust und breitem Becken.



Manch ein Mann möcht‘ sich vielleicht
einem hag‘ren Weib versprechen.
Ein and’rer will ein kräft’ges Mädel,
mit großer Brust und breitem Becken.

Ja, ein jeder hat sein Bild
von der wahrlich perfekten Frau.
Doch glaubt mir ruhig, wenn ich euch sag‘,
dass ich nicht steif auf so was schau…
Ich möchte ein Mädchen lieben,
bei dem ich keine Sorgen kenn‘.
Bei welchem ich zu keiner Zeit
voller Furcht ans Morgen denk‘.

Mit dem ich die Welt bereisen
und voller Freude träumen kann.
Mit dem ich Richtung Zukunft blick‘
und dieses Leben neu Anfang‘.

Mit dem ich selbst in schwerer Zeit
keinesfalls vergess‘ zu lachen.
Bei dem ich endlich glauben kann,
alles was ich will zu schaffen…

Ich möcht‘ dieses Mädchen lieben.
Hunderttausende von Stunden.
Und während andere noch suchen
hab‘ ich mein Glück schon längst gefunden.

Ich liebe dich Alina.


© Alexander Groth
Autor: AliG 


 
Heute mal eine ganz philosophische Frage: Was macht uns eigentlich aus? Sind wir nur das Anhängsel in der Gesellschaft oder sollen wir uns wie Alice Schwarzer die Frage stellen: „Warum nicht einfach mal mehr in den Feminismus wechseln?“ 
Also, mal ehrlich manchmal fühlt es sich doch an, als wären wir auf der Fahrt im „Anhängsel-Zug“, der zwar mitfährt, aber nie richtig in den Fokus kommt. Aber wieso eigentlich? Wer sagt denn, dass wir uns nicht auch mal als Hauptakteure in dieser Geschichte sehen können? 

Vielleicht brauchen wir einfach mal eine ordentliche Portion „Alice Schwarzer-Mut“ und zwar nicht nur, um die „Was ist Feminismus?“ 
Fragen zu beantworten, sondern um unser eigenes Leben genau so zu gestalten, wie wir es tragen können. 
Wenn wir also das nächste Mal über das „Anhänger-Dasein“ nachdenken, könnte es auch der perfekte Moment sein, uns selbst zu fragen: „Warum nicht mal die Zügel in die Hand nehmen?“ 

Doch die große Frage ist:
Sollten wir wirklich immer die Züge in die Hand nehmen oder den Weg vielleicht doch mal mit unserem Partner gehen?
Wenn wir einen haben, natürlich.

Manchmal frage ich mich, was daran so abwegig ist, auch mal schwach zu sein und sich einfach tragen zu lassen.
Warum immer die Allrounder-Multitasking-Superwomen spielen, wenn wir doch eigentlich auch mal den „Pause-Knopf“ drücken dürfen?
Klar, wir können alles aber müssen wir es immer?
Vielleicht sollten wir den Zug einfach mal anhalten und uns gemeinsam mit dem Partner (oder auch mal alleine) eine Tasse Tee gönnen, statt ständig auf Höchstleistung zu fahren. Denn mal ehrlich, wer sagt, dass wir immer in voller Power unterwegs sein müssen?
Auch Superhelden brauchen ihren Moment der Schwäche, oder?

Also, warum nicht mal die Zügel abgeben, sich tragen lassen und den Weg zu zweit genießen? Multitasking macht vielleicht stark, aber auch ein bisschen Entschleunigung kann Wunder wirken. Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber der gesellschaftliche Anspruch an uns Frauen hat sich in den letzten Jahren irgendwie etwas verändert… oder sollte ich sagen, verrückt.
Ich meine, wir sollen immer up-to-date sein, aber dabei auch gleichzeitig die besten Kuchen für jede noch so kleine Veranstaltung backen. Kinder (falls wir welche haben, natürlich), die perfektioniert erzogen sind und falls es keine Kinder gibt, dann eben der Hund.
Beruflich sollten wir in allen Bereichen erfolgreich und positiv unterwegs sein.

Unsere Wohnungen und Häuser? Keine Frage: Die sind natürlich immer Insta-ready und absolut makellos.
Und der Garten… ja, der könnte direkt aus einem Lifestyle-Magazin stammen!
Ach ja, und der Urlaub mindestens zweimal im Jahr, am besten weit weg, um den stressigen Alltag hinter sich zu lassen.
Weil, wer braucht schon Urlaub zu Hause, wenn man auch das Weltall bereisen könnte?

Aber mal ehrlich, wie viel Perfektion braucht es eigentlich, um eine „perfekte“ Frau zu sein? Muss sie wirklich all das leisten?
Und vor allem: Wollen wir das überhaupt?
Ich sage: Lasst uns den Perfektionsdruck einfach mal beiseite schieben, den besten Kuchen machen (auch wenn er vielleicht nicht ganz gerade ist), und uns auf das konzentrieren, was uns glücklich macht. 

Das perfekte Leben ist überbewertet und das wahre Leben findet sowieso immer zwischen den Ecken und Kanten statt.
Aber genau das ist doch ein Punkt der uns alle betrifft, besonders in einer Gesellschaft, die zunehmend von sozialen Medien und einer Kultur des Vergleichens geprägt ist.
Wir leben in einer Zeit, in der „Perfektion“ oft als Zielbild dargestellt wird sei es in Bezug auf unser Aussehen, unseren Erfolg, oder sogar unser Zuhause.

Die Frage, die du stellst, ist essentiell: Was ist wirklich perfekt?

Es ist ein ständiger Druck, dem viele von uns ausgesetzt sind. Wenn wir uns durch die Medien scrollen, sehen wir Bilder von idealisierten Lebensrealitäten, die suggerieren, dass Perfektion möglich ist und erstrebenswert sei es der perfekte Körper, das makellose Heim oder der „erfolgreiche“ Lebensweg.

Immer höher, immer schneller.

Es entsteht der Eindruck, dass nur wer diese Normen erfüllt, vollständig und wertvoll ist.
Aber die Wahrheit ist, dass diese Bilder oft keine Realität widerspiegeln, sondern inszenierte Momentaufnahmen von Menschen, die genauso ihre eigenen Unsicherheiten und Herausforderungen haben.
In dieser Welt des Perfektionismus stellt sich die Frage, was wirklich zählt.
Sind es die äußerlichen Erfolge, die uns von der Gesellschaft zugeschrieben werden?
Ist es das „perfekte“ Zuhause, das nicht nur unseren Bedürfnissen dient, sondern auch in der Welt der sozialen Medien als Ausdruck von Status und Erfolg wahrgenommen wird?

Oder sind es nicht eher die persönlichen Werte und die Erfahrungen, die uns als Individuen ausmachen?
Die wahre Frage ist, was ist Perfektion im Inneren?

Was bedeutet es, als Mensch authentisch zu leben, abseits von Erwartungen und Normen? Wir sollten uns häufiger fragen, ob wir uns selbst treu sind, ob wir in Einklang mit unseren eigenen Werten leben und ob wir mit uns selbst in Frieden sind. Denn wahre Zufriedenheit kommt nicht von äußeren Dingen, sondern davon, wie wir uns selbst sehen und wie wir uns mit der Welt um uns herum verbinden.
In einer Welt, die von äußeren Standards bestimmt wird, darfst du dir ruhig die Freiheit nehmen, auch Fehler zu machen und nicht immer den Erwartungen gerecht zu werden.

Diese Unvollkommenheit macht dich zu dem einzigartigen Menschen, der du bist.
Es geht nicht darum, ein perfektes Bild nach außen zu präsentieren, sondern darum, sich als Mensch in seiner ganzen Komplexität anzunehmen. Die Vielfalt der Persönlichkeiten, der Erfahrungen und der Perspektiven das ist es, was diese Welt so reich und lebendig macht.
Du bist einzigartig und geliebt.

Perfektion als gesellschaftliches Konstrukt ist eine Illusion. Das Streben nach Perfektion kann uns entmenschlichen und uns von dem ablenken, was wirklich wichtig ist: Mensch zu sein, mit all seinen Stärken und Schwächen. Wir dürfen uns selbst als genug ansehen, ohne die Notwendigkeit, ständig die äußeren Maßstäbe der Perfektion zu erfüllen. 
Das wahre „perfekt“ sein liegt darin, authentisch zu leben und die eigenen Werte zu erkennen und zu leben nicht in der Erfüllung eines Idealbildes, das von anderen vorgegeben wird.



In einer Welt, die oft von Perfektion und unrealistischen Bildern geprägt ist, ist es unsere Aufgabe, die kommende Generation zu schützen.
 
Wir sollten ihnen Werte wie Nächstenliebe, Toleranz und Zusammenhalt vermitteln und sie darin unterstützen, sich selbst und andere zu schätzen. Es ist wichtig, ihnen zu zeigen, dass die Welt in den sozialen Medien oft eine verzerrte Realität widerspiegelt
Statt sich von Oberflächlichkeiten leiten zu lassen, sollten wir ihnen beibringen, die wahre Bedeutung von Selbstliebe und authentischer Verbindung zu verstehen.

Indem wir ihnen ein stabiles, fürsorgliches Umfeld bieten, geben wir ihnen die Stärke, die Welt kritisch zu hinterfragen und sich selbst treu zu bleiben. So können wir sie vor der Überflutung mit falschen Idealen schützen und sie zu selbstbewussten, mitfühlenden Menschen erziehen, die den Wert von echten, tiefen Beziehungen und einem respektvollen Miteinander erkennen.

Willst du meine Freundin sein!




Wenn Freundinnen sich treffen, wird nicht nur über das Leben gesprochen, sondern vor allem über die lustigen Pannen und die kleinen chaotischen Momente, die das Leben wirklich ausmachen.