Wir kommen an diesem grünen Thema inzwischen kaum noch vorbei. Überall begegnet es uns, ob wir wollen oder nicht.
Doch stellt sich die ehrliche Frage: Kann uns das wirklich helfen? Brauchen wir das überhaupt?
Oder gibt es nicht auch natürliche Alternativen, die weniger kosten, uns genauso unterstützen
und dabei nachhaltiger sind? Lösungen, die nicht nur der Umwelt guttun, sondern auch unserem Gewissen?
Vielleicht geht es weniger darum, jedem neuen grünen Trend zu folgen, sondern vielmehr darum, bewusste
Entscheidungen zu treffen solche, die langfristig sinnvoll, bezahlbar und wirklich nachhaltig sind.
Aber eigentlich sollten wir uns doch einmal die Frage stellen, warum sich plötzlich die ganze Influencer-Welt zum
Beispiel um den Darm kümmert. Überall bekommt man angeblich großartige Ratschläge, meist verbunden mit
einer konkreten Kaufempfehlung. Doch haben wirklich so viele Menschen Darmprobleme, dass es nötig ist,
noch ein weiteres Pulver einzunehmen? Besonders Frauen in den Wechseljahren werden gezielt angesprochen.
Dabei bleibt oft offen, ob diese Produkte tatsächlich helfen oder ob hier vor allem neue Bedürfnisse geschaffen werden.
Vielleicht wäre es sinnvoller, wieder stärker auf natürliche, alltagstaugliche Lösungen zu schauen,
statt immer neuen Nahrungsergänzungen hinterherzulaufen.
Ich selbst habe seit Jahren eine Glutenunverträglichkeit, die jedoch erst in den Wechseljahren konkret
diagnostiziert wurde nachdem ich zuvor zweimal eine Darmentzündung hatte.
Aber: Ich habe eine Unverträglichkeit, und das betrifft eben nicht jede Frau in den Wechseljahren.
Damals habe ich mir das Buch „Heilung der Leber“ gekauft und dabei etwas Entscheidendes erkannt:
Unser Darm funktioniert nicht isoliert. Die Leber ist an all diesen Prozessen maßgeblich beteiligt.
Es gibt so viele Möglichkeiten und auch selbst heilende Wirkstoffe aus der Natur, die wir täglich
zu uns nehmen können oft ganz ohne teure Zusatzprodukte.
Vielleicht lohnt es sich, den Blick wieder etwas zu weiten und den Körper als Ganzes zu betrachten,
statt einzelne Symptome isoliert zu behandeln.
Es kann auch hilfreich sein, eine Heilpraktikerin aufzusuchen und genau dieses Thema offen anzusprechen.
Gemeinsam lässt sich dann erarbeiten, was der eigene Körper gerade wirklich braucht und was eben nicht.
Ich persönlich finde es auch sehr auffällig, wie oft man sieht, dass Frauen besonders in den reifen Jahren
oder mit Lipödem angeblich mithilfe eines „grünen Helfers“ unfassbar viel abgenommen haben.
Monatelang wird erklärt, dass jeden Morgen frischer Selleriesaft getrunken wurde, natürlich verbunden mit
dem Hinweis auf einen ökologischen Versand.
Und am Ende wird dann doch ein grüner Helfer benutzt, mit dem angeblich der größte
Erfolg erzielt wurde. Ich kann dazu ehrlich gesagt nur den Kopf schütteln.
Immer wieder hinterfrage ich, welche Geschäftsidee eigentlich dahintersteckt.
Wie frustrierend muss es sein, wenn man Pulver, Pillen und ähnliche Produkte für Hunderte von Euro
kauft und sich der versprochene Erfolg einfach nicht einstellt?
Gerade in den Wechseljahren läuft unser Körper ohnehin schon auf Sparflamme, weil sich so vieles verändert.
Wenn man dann sieht oder glaubt, es gäbe ein Wundermittel, um die überschüssigen Kilos loszuwerden,
und es funktioniert nicht, beginnt man schnell, sich in einer inneren Spirale zu verlieren.
Ich habe sogar eine Freundin, die sich bewusst von Instagram zurückgezogen hat, weil sie diese scheinbar perfekte
Welt nicht mehr ertragen konnte. Und ganz ehrlich: Das kann ich sehr gut nachvollziehen.
Aber stellen wir uns doch einmal ganz bewusst die Frage:
Warum sollen wir unseren Darm pflegen?
Und was bedeutet das eigentlich genau?
Dazu gibt es inzwischen wirklich viel Expertise und ja, wir sollten unserem Darm definitiv etwas Gutes tun.
Doch dieses Wissen ist keineswegs neu. Das wussten schon unsere Omas.
Sie haben intuitiv darauf geachtet, was ihnen bekommt, haben einfache, natürliche Lebensmittel gewählt und ihrem
Körper Zeit gegeben. Vielleicht dürfen wir uns heute wieder ein Stück davon zurückholen: weniger kompliziert denken,
mehr auf uns hören und unserem Bauchgefühl vertrauen.
Es gibt wirklich einfache Helfer, mit denen wir ganz bewusst anfangen können.
Natürlich, ohne Druck und ohne teure Produkte.
Oft sind es genau diese einfachen Dinge, die unserem Körper guttun.
Fermentierte Lebensmittel wie Kefir, Naturjoghurt, Sauerkraut oder Kimchi helfen unserem Darm,
wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Sie stärken die Darmflora und unterstützen eine gute Verdauung.
Ballaststoffe, zum Beispiel aus Flohsamenschalen, Haferflocken, Chicorée oder unreifen Bananen,
nähren die guten Darmbakterien. Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte helfen
zusätzlich dabei, die Verdauung sanft anzuregen.
Auch unsere Leber braucht Unterstützung. Bitterstoffe aus Artischocke, Löwenzahn, Mariendistel
oder Ingwertee helfen ihr, besser zu arbeiten. Mineralerden wie Heilerde oder Zeolith können dabei helfen,
Giftstoffe im Darm zu binden. Kleine Dinge im Alltag machen ebenfalls einen Unterschied:
Beeren, Nüsse, Olivenöl oder ein Stück dunkle Schokolade liefern wertvolle Pflanzenstoffe.
Ein Glas lauwarmes Zitronenwasser am Morgen kann die Verdauung sanft in Gang bringen.
Wichtig ist, genug stilles Wasser zu trinken, besonders wenn man Ballaststoffe zu sich nimmt. Wer regelmäßig
fermentierte Lebensmittel isst und Bitterstoffe in den Speiseplan einbaut, tut seinem Körper bereits viel Gutes.
Manchmal braucht es keine neuen Trends. Oft reicht es, dem Körper wieder aufmerksam zuzuhören
und ihn mit einfachen, natürlichen Dingen zu unterstützen.
Ich habe über die Jahre gelernt, wie wichtig es ist, meinem Körper kleine Pausen und kleine Helfer zu gönnen.
Nach jeder Mahlzeit nehme ich zum Beispiel Bittertropfen für mich ein echter Wohlfühlmoment,
der die Verdauung unterstützt. Morgens gehören Flohsamenschalen zu meinem Frühstück.
Zwischen den Mahlzeiten versuche ich, etwa drei Stunden nichts zu essen, sondern nur zu trinken.
So hat mein Körper Zeit, alles in Ruhe zu verarbeiten und zu verdauen. Zwischendurch genieße ich gerne
eine Tasse Löwenzahntee für die Verdauung und die Leber. Und jeden Tag ein Apfel: klein, einfach,
aber so wohltuend. Es sind diese kleinen Dinge, die zeigen: Selbstfürsorge muss nicht kompliziert sein.
Wärme auf dem Bauch oder auf der Leber ist für mich ein kleines Ritual der Entspannung der Darm freut sich,
der Körper kommt zur Ruhe. Auch ein Spaziergang nach dem Essen kann wahre Wunder wirken, nur ein paar Minuten
draußen, die frische Luft, das leichte Gehund der Körper fühlt sich dankbar und lebendig an.
Wenn man sich für das Thema interessiert, gibt es zudem viele Podcasts, die inspirierend sind und auf eine sanfte
Weise Wissen vermitteln. Selleriesaft zum Beispiel ist wirklich gut für die Leber aber ehrlich gesagt, jeden Morgen
nüchtern zu trinken, erfordert schon ein bisschen Überwindung.
Für mich ist es das Wichtigste: bewusst kleine Dinge in den Alltag einzubauen, die unserem Körper guttun.
Es sind diese kleinen Rituale, die spürbar machen, wie gut wir uns selbst tun können ohne Druck,
ohne Stress, einfach im eigenen Tempo.
Was ich hier wirklich mal ansprechen möchte, ist der Alkohol.
Für mich ist das nicht nur ein kleines Nervengift ich glaube, gerade für uns in den Wechseljahren
ist es eines der Dinge, die wir uns wirklich nicht regelmäßig zufügen sollten.
Alkohol wirkt auf unseren Körper viel intensiver, als wir oft denken.
Er macht müde, träge und „schwämmt uns auf“. Die Fettverbrennung ist nach dem Genuss
für bis zu zwei Tage gestört, der Stoffwechsel gerät durcheinander, und viele andere Prozesse im
Körper werden verändert. Besonders in dieser Lebensphase, in der unser Körper ohnehin sensibler ist,
spüren wir diese Effekte stärker oft subtil, aber dennoch nachhaltig.
Ich merke selbst, dass es manchmal schwer ist, darauf zu verzichten, gerade in geselligen Momenten.
Aber ich habe auch gelernt: Wer achtsam mit sich selbst umgeht, wer die kleinen Helfer des Körpers unterstützt und
bewusst entscheidet, dem tut weniger Alkohol unglaublich gut nicht nur dem Darm,
der Leber und dem Stoffwechsel, sondern auch unserem inneren Gleichgewicht.
Vielleicht geht es nicht darum, alles strikt zu verbieten, sondern darum, bewusst zu wählen, wann und wie wir Alkohol
trinken und ihn nicht einfach als „normalen Begleiter“ in den Alltag zu lassen.
Denn unser Körper verdient es, dass wir ihn ernst nehmen, besonders in einer Zeit, die ohnehin voller Veränderungen ist.
Ich selbst war früher auch jemand, der gerne seinen Feierabend mit einem Glas Wein vor dem Fernseher eingeläutet hat.
Es wurde fast zu einer kleinen Routine: abends auf der Terrasse ein Glas Wein, das gehört dazu.
Irgendwann habe ich aber einen Podcast dazu gehört und für mich selbst entschieden, dass genau das nicht gut für mich ist.
Nicht für mich, nicht für mein Wohlbefinden, besonders nicht in den Wechseljahren.
Ich habe versucht, eine Alternative zu finden.
Erst dachte ich an Tee, aber nach einem ganzen Arbeitstag voller Teepausen war das für mich einfach keine Lösung.
Also habe ich angefangen, mein Gehirn ein bisschen „zu täuschen“:
Statt Wein trinke ich jetzt einen alkoholfreien Aperol mit Wasser, Orangenscheiben und Eiswürfeln.
Und was soll ich sagen? Es funktioniert!
Alkohol trinke ich heute nur noch in Gesellschaft, wenn überhaupt.
Und nein, meine Freundin meinte einmal scherzhaft, dass der Ehemann nicht als Gesellschaft zählt .
Ich merke selbst, wie gut mir das tut: ich fühle mich klarer, wacher und einfach leichter.
Gerade in den Wechseljahren ist es für mich ein echter Gewinn, diese kleine Routine verändert zu haben.
Es zeigt mir, dass es oft nicht darum geht, sich alles zu verbieten, sondern bewusst zu wählen,
was unserem Körper wirklich guttut und was unserem Wohlbefinden dient.
Wohlbefinden für die Haut
Es ist Selbstfürsorge, die von innen nach außen wirkt.